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Wenn der Heizöltank leer bleibt

Die Preise für Heizöl steigen zum Ende des Jahres 2010. Doch die Bundes-regierung hat erst vor kurzem den Heizkostenszuschuss für Geringverdie-ner und Rentner (Wohngeldempfänger) mit dem Argument gestrichen, dass die Preise gesunken seien. Meterologen sagen einen harten Winter mit einer langen Heizperiode voraus.

Dass die Bundesregierung den Heizkostenzuschuss für Geringverdiener und Rentner gestrichen hat, soll Kosteneinsparungen bringen, die in keinem Verhältnis zu den Härten stehen, die die Be-troffenen in diesem Winter erwarten, so die Diakonie Baden. Denn Wohngeld-Empfänger würden in der Regel in Wohnungen leben, die schlechter isoliert sind als die meisten Wohnung in Deutschland. Sie hätten deshalb von vorn herein höhere Nebenkosten als andere Mieter.

Die Empfänger von Wohngeld, das sind Geringverdiener und Rentner, seien den Kürzungen wehrlos ausgeliefert. Die Streichung des Heizkostenzuschusses treffe Menschen, die ihre Lebenssituation selbst gar nicht verändern können, so der badische evangelische Wohlfahrtsverband. Begründung für die Einsparung sei, dass die Energiekosten gesunken sind. Die Berechnungsgrundlage ist aber der Ölpreis vom Januar 2009.

Der Heizkostenzuschuss ist Bestandteil des Wohngeldes. Ein Einpersonenhaushalt erhält monat-lich 24 Euro, ein 2- Personenhaushalt 31 Euro, für jeder weitere Person kommen 6 Euro hinzu. Wohngeld beträgt derzeit durchschnittlich 142 Euro. Bei einem 1-Personenhaushalt beträgt der Rückgang etwa 16 Prozent. Konkret bedeutet dies: Beim aktuellen Ölpreis kann ein 1 Personen-haushalt 35 Liter, ein 2-Personenhaushalt kann 45 Liter Öl weniger kaufen. Mit der anstehenden Erhöhung des Heizölpreises wird es noch weniger.

 

letzte Aktualisierung am 27. Dezember 2010

 
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