Diakonie
setzt sich für gerechte Gesellschaft und
gute Chancen für alle ein
Karlsruhe. "Baden-Württemberger
haben – neben den Menschen in Bayern – das geringste
Armutsrisiko in Deutschland. Doch jeder zehnte
Baden-Württemberger
lebt unterhalb der Armutsgrenze", erklärt
Oberkirchenrat Johannes Stockmeier, Diakonisches
Werk Baden, zu Beginn der Diakonischen Konferenz
des DW-EKD am Dienstag (12.10.2010) in Karlsruhe.
Immer mehr Menschen gerieten
in die Gefahr, von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung
abgekoppelt, ausgeschlossen und an den Rand
gedrängt
zu werden. Hier will die Diakonie in Baden
und Württemberg nicht tatenlos zusehen.
Da die Landesregierung nicht bereit sei, einen
Armutsbericht erstellen zu lassen, mache die
Diakonie sich jetzt selbst auf den Weg, das
Thema Armut anzupacken, so Stockmeier. Überdeutlich
sei, wie angewiesen viele Menschen seien, dass
ihnen beim Umgang mit Arbeitsämtern
und bürokratischen Anforderungen im Bezug
auf Hartz IV geholfen werde. Da zeige sich
die Notwendigkeit diakonischer Hilfen und Beratungsstellen
vor Ort. Aber auch politische Intervention
und strukturelle Veränderungen seien wichtig,
so der evangelische Oberkirchenrat Stockmeier.
letzte Aktualisierung
am 13. Oktober 2010
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