Bufdi
startet jetzt durch
Telefone
zur Vermittlung Bundesfreiwilligendienst stehen
nicht mehr still / BFD darf nicht auf Kosten
des FSJ gehen
Im Diakonischen
Werk Baden steht das Telefon in der Vermittlungsstelle
Bundesfreiwilligendienst nicht mehr still.
Bisher gingen dort allein für Baden
66 Anfragen ein. Der älteste Interessent
ist 76 Jahre alt. Auch Anfragen aus dem
europäischen Ausland sind darunter.
Der BFD dürfe nicht auf Kosten des
FSJ gehen, kommentiert Kirchenrat Jürgen
Rollin, Vorstand im Diakonischen Werk Baden
die neueste Intervention der Bundesregierung
zum Umgang mit dem BFD. Rollin fordert
die Landesregierung auf, sich dafür
einzusetzen, dass das Vorhaben der Bundesregierung
nicht umgesetzt wird.
Während
Christine Wörner und Achim Heinrichs, bisher
für den Zivildienst zuständig, Interessentenanfragen
zum Bufdi bearbeiten, warten im Nachbarzimmer
zehn Jugendliche, die ein FSJ machen wollen.
Auf die Frage, warum sie FSJ machen wollen und
nicht Bundesfreiwilligendienst, antworten die
Jugendlichen, Freunde hätten ihnen vom FSJ
erzählt. Über den Bundesfreiwilligendienst
wüßten sie noch nicht viel. Bewußt
gegen BFD habe sich keiner der zehn jungen Leute
entschieden, sagen sie. Sie wollten sich halt
freiwillig engagieren. Das FSJ sei eben bekannter.
Diejenigen,
die bei Wörner und Heinrichs anrufen
oder über die webside www.bufdi-diakonie.de Kontakt suchen, sind überwiegend
unter 27 Jahren. Die Jüngeren sind überwiegend
Männer, die in die Bereiche Jugendhilfe
und Kindergärten wollen. Unter den über
27jährigen sind viele Frauen, die
nach der Kinderphase eine sinnvolle Beschäftigung
suchen. Hier werden auch die Bereiche
Pflege und Behindertenhilfe genannt.
Auch zwei Anfragen aus europäischen
Ländern gibt es.
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Bild: Screenshot der facebook-Seite "Ran ans Leben"
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Einige
diakonische Einrichtungen favorisieren eher ältere Bewerberinnen. Sie hätten
mehr Lebenserfahrung im Umgang mit Menschen,
heißt es. Eine 57jährige mailte: „Grufti
statt Bufdi. Bin 57 Jahre alt und könnte
mit einen Halbtagseinsatz in einer Kindertagesstätte
vorstellen.“ Christine Wörner: „Es ist interessant,
was für Menschen Bufdi machen wollen. Neu
und spannend ist für mich als ehemalige
Zivildienstreferentin auch, dass die Anrufer
ganz unterschiedlich alt und in ganz verschiedenen
Lebenssituationen sind.“
Neben den Interessenten rufen
immer mehr diakonische Einrichtungen im Landesverband
an. Die einen
fordern Vertragsformulare und Infoblätter
an, weil sich zahlreiche Interessenten direkt
an Einrichtungen vor Ort wenden. Andere Einrichtungen
nutzen die bufdi-Kampagne, um verstärkt
zu werben.
Die Diakonie in Baden-Württemberg hat kurz
vor Beginn des Bundesfreiwilligendienstes eine
Kampagne mit dem Titel „Bufdi“ gestartet.
Diese Kampagne ist bereits bundesweit bekannt. Über
den Namen „Bufdi“ wird vor allem
in Fachkreisen intensiv diskutiert. In Facebook
erntet die Kampagne vor allem bei jungen Leuten
viele „gefällt mir“s.
Mehr Infos:
www.diakonie-baden.de
www.facebook.com/diakoniebaden
www.bufdi-diakonie.de
letzte Aktualisierung
am 29. Juli 2011
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