Für
0 bis 3-Jährige werden die besten Erzieherinnen
gebraucht
Erste Arbeitshilfe
für religiöse Erziehung
von 0 bis 3jährigen in Baden-Württemberg
vorgestellt / Evangelische Kirche und Diakonie
in Baden-Württemberg qualifizieren ihre Erzieherinnen Die
Bildung der 0 bis 3jährigen Kleinkinder
in Kindergärten werden die „besten“ Erzieherinnen
und Erzieher gebraucht, sagten Mitte April 2010
Fachleute der evangelischen Religionspädagogik
in Baden-Württemberg anlässlich der
Vorstellung des ersten religionspädagogischen
Arbeitshilfe für die Erziehung von 0 bis
3jährigen in Tageseinrichtungen für
Kinder in Karlsruhe. Allein in den evangelischen
Kindergärten in Baden-Württemberg sind
von derzeit 73.200 Kindern 5.600 unter 3 Jahren.
 |
von
links:
Dorothee Schwarze,
Studienleiterin im Bildungshaus der
Diakonie Baden
Hans Hilt, Pädagogisch theologisches
Zentrum Stuttgart (PTZ)
Barbara Sutor,
Leiterin des Ev. Kindergartens
Kinderarche in Karlsruhe
|
Susanne
Betz, Studienleiterin für religiöse
Bildung in Kindertageseinrichtungen und
Familie im RP
Prof. Dr. Hartmut
Rupp, Direktor des Religionspädagogischen
Institutes der Landeskirche Baden (RPI)
in Karlsruhe
Foto: Schmidt
|
„Religion von Anfang an“ heißt
die neue Arbeitshilfe, die bisher auch bundesweit
noch ihres gleichen sucht und demnächst
in evangelischen Kreisen auch auf Bundesebene
vorgestellt werden soll. Ausgangspunkt der Broschüre
ist nach Angaben der Fachleute aus Diakonie und
Kirche in Baden-Württemberg, dass man die
Bildungskonzepte für 3 bis 6jährige
nicht einfach auf Kleinkinder unter 3 Jahren übertragen
könne. Deshalb haben die Diakonie und die
Religionspädagogischen Institute der beiden
Landeskirchen inzwischen bereits mehr als 200
Erzieherinnen für die neuen Herausforderungen
in den Kindergärten weitergebildet. „In
der religiösen Erziehung von Kleinkindern
geht es um Haltungen und nicht um Tricks oder
Methoden“, so Hans Hilt vom Pädagogisch
theologischen Zentrum Stuttgart (PTZ) heute in
Karlsruhe.
Prof. Dr. Hartmut Rupp, Direktor
des Religionspädagogischen
Institutes der Landeskirche Baden (RPI) in Karlsruhe
sieht in der Erziehung der 0 bis 3jährigen
die Basis für die Bildung von Kindern überhaupt: „Bildung
hat ihr Fundament in basaler Kommunikation. Wenn
diese Grundlage nicht da ist, kann man auch später
auch nichts aufbauen. Bildung ist nicht nur eine
Sache der Intellektualität. Das gilt auch
für die religiöse Bildung der Kirche.“ Basale
Kommunikation des Evangeliums geschehe durch
berühren, ansehen, tragen der Kinder, zusammen
den Alltag verbringen, durch ansprechen, gemeinsam
essen. Rupp: „Die religiöse Kommunikation
auf dieser Ebene müssen wir erst noch entdecken
und mit dem Erziehungsalltag in den Kindergärten
verbinden.“ Dafür werden „gereifte
und kompetente Erzieherinnen gebraucht, die sich
ihrer Verantwortung bewusst sind und keine Bindungen
oder Abhängigkeiten aufbauen sondern eine
gesunde Nähe und Distanz wahren“,
so Barbara Sutor, Leiterin des evangelischen
Kindergartens Kinderarche in Karlsruhe, die an
der Arbeitshilfe mitgearbeitet hat.
In den Qualifizierungsmaßnahmen lernen
die Fachkräfte der evangelischen Kitas,
sich auf ihre neue Zielgruppe einzustellen, so
Dorothee Schwarze, Studienleiterin im Bildungshaus
der Diakonie Baden. Denn in die Ausbildungspläne
der Fachschulen für Sozialpädagogik
wird die Erziehung von Kindern bis 3 Jahren erst
neu aufgenommen.
Die Arbeitshilfe kann hier bestellt
werden
Bitte beachten:
Für Nichtmitglieder
erheben wir eine Schutzgebühr von 2,50 Euro
letzte Aktualisierung
am 19. April 2010
|